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Kultur frei Haus – Angebote für Corona-Tage

Figurentheater frei Haus

Am Sonntagabend, 16. Mai, ging das 22. internationale figuren.theater.festival Erlangen, Nürnberg, Fürth zu Ende. Zumindest die 10 Tage kontaktloses Programm. Denn es geht weiter: Weitere 60 ursprünglich für den Festivalzeitraum geplante performative Sonderprojekte, Installationen, die einzeln oder in Kleingruppen zugänglich sind, performative Eins-zu-Eins Begegnungen und Aktionen im öffentlichen Raum sind alle auf der Website www.figurentheaterfestival.de einsehbar und sollen im Laufe des Jahres nachgeholt werden. In Erlangen und Nürnberg wird dies im Laufe der Sommer- und Herbstmonate realisiert werden, Fürth hat dafür bereits ein verlängertes Wochenende vom 23. bis 26. September reserviert. Die Termine werden das ganze Jahr über auf der Website des Festivals veröffentlicht.

Einige Projekte und Veranstaltungen sind weiterhin kostenlos online verfügbar. Hier finden Sie eine Übersicht:


Gespräche

double-Diskurs | Figurentheater im Ausnahmezustand
Gespräch über Zoom, ca. 90 min
Mit: Bodo Birk (Festivalleiter internationales figuren.theater.festival Erlangen), Mascha Erbelding (Festivalleiterin wunder. Internationales Figurentheaterfestival München), Jonas Klinkenberg (Produktionsleiter, Künstlerischer Leiter, Westflügel Leipzig), Elisabeth Lindig (freie Künstlerin, Hysterisches Globusgefühl), Dr. Lea Sophie Schiel (Theaterwissenschaftlerin und freie Künstlerin, Hysterisches Globusgefühl), Emilien Truche (freier Künstler und Mitarbeiter an der HMDK Stuttgart), Anna Wagner-Fregin (Puppenspielerin, Regisseurin und Theaterleiterin, Theater Anna Rampe und Theater im Bergmannkiez); Moderation: Dr. Meike Wagner
Zur Aufzeichnung der Veranstaltung vom 13. Mai

(mit)spielen im digitalen Raum
Gespräch über Zoom, ca. 55 min
Mit: Saladin Dellers (onlinetheater.live), Frank Heuel (fringe ensemble), Annika Ley (fringe ensemble) und Laura Tontsch; Moderation: Fabian Raith
Bei einer digitalen interaktiven Performance über die Zukunft unserer Städte spielerisch nachdenken, sich als Krümel mit Hilfe von Schimmelpilzsporen und vielen Textnachrichten mit den anderen Teilnehmer:innen vernetzten oder 10 Tage lang auf Instagram den Algorithmen auf der Spur sein – neue partizipative Erzählweisen sind beim Festival zu Gast und laden die Besucher:innen ein sich online zu beteiligen und die Aufführung aktiv zu gestalten. Versucht man im Online-Spiel eine besonders gute Figur abzugeben und ist es einfacher sich auf der digitalen Bühne zu trauen, mitzumachen? Im hier und jetzt, aber nicht körperlich bei den anderen.
Zur Aufzeichnung der Veranstaltung vom 13. Mai 

Theater im digitalen Raum | Wo ist die Aufführung?
Gespräch über Zoom, ca. 70 min
Mit: Ariel Doron, Mario Hohmann (United Puppets) und Prof. Dr. Nina Tecklenburg (Interrobang); Moderation: Prof. Dr. Clemens Risi
Können wir im digitalen Raum eine Theateraufführung erleben? Wie können die für eine Live-Aufführung so wichtigen Merkmale wie Präsenz der Darstellenden, Atmosphären oder körperliche Wahrnehmung in den Raum des Digitalen überführt werden? Was kommt durch die Digitalisierung als mögliche neue Erfahrungsdimension hinzu? Wie kann es gelingen, dass die Zuschauenden merken, dass sie als Teilnehmende für das Zustandekommen der Aufführung wichtig sind, und wie gehen sie damit um, dass sie vor ihren jeweils eigenen Bildschirmen vereinzelt (und eben gerade nicht versammelt) sind? 
Zur Aufzeichnung der Veranstaltung vom 15. Mai


performativ individuell erlebbar

Anna Steward | Zooomworld 
Performatives Moodboard der Befindlichkeiten in Zeiten der Pandemie
AR-App, ca. 30 min
Die Augmented Reality App holt zwei Tänzer:innen – ganz risikofrei – zu Ihnen nach Hause und lässt sie für Sie tanzen. Der private Wohnraum wird zum Theater – ob Küchentisch, Sofa oder vor dem Balkonfenster. Zwischen Lähmung und emotionalem Amoklauf pendelnd, taumeln die beiden Protagonist:innen durch ein fragmentiertes Dasein, untermalt von atmosphärischen Electronic Sounds, die Erinnerungen an frühere Club-Besuche, an verlorene Orte kollektiver Erfahrung wecken. Durch das pandemische Moodboard begleitet eine Erzählstimme, die die Nutzer:innen direkt als virtuelles Gegenüber adressiert.
Download der App über die Festivalwebsite

Theater Zwangsvorstellung | Der Hausfreund 
Ein immersives Audiogame
in der eigenen Wohnung, ca. 45–60 min, ab 16 Jahren
Du bist dir sicher, dass du dich ungestört in deinem eigenen Zuhause befindest? Bist du bereit, dem Hausfreund die Tür zu öffnen? Der Hausfreund ist dein Ratgeber und Coach, er führt dich auf den richtigen Pfad. Du kannst dem Hausfreund in allen Belangen des Lebens vertrauen, denn er kennt auch die Bedürfnisse, von denen du bislang selbst nichts wusstest. Bist du bereit, das Beste aus dir herauszuholen? Er nimmt dich an die Hand, er lenkt dich durch dein Zuhause und konfrontiert dich mit überraschenden Erkenntnissen deiner eigenen Wahrnehmung. Der Hausfreund holt dich aus deiner Komfortzone, denn nur er weiß, was gut für dich ist. Ob du jemals noch eine Entscheidung ohne ihn treffen willst …? 
„Der Hausfreund“ ist ein interaktives Audiogame in den eigenen vier Wänden, bei dem die Zuhörer:innen ihr Zuhause als einen Ort der Selbsterfahrung und der Entfremdung erleben.
Teilnahme über: www.zwangsfreund.de


(Kurz-)Filme

Angry Wife | Lockdown of Angry Wife
Kurzfilm, 5:17 min
In dem Film „Lockdown of Angry Wife“ wird eine Geschichte über Depression, Einsamkeit, Aggression sowie den Umgang damit erzählt. Die Comic-Figur Angry Wife wurde mit Stop-Motion-Technik für den Film animiert. In ihrem knallbunten Alltag widmet sie sich gesellschaftskritischen Themen wie Feminismus und mentaler Gesundheit in einem popkulturellen Kontext.
Zum Video

Christoph Bochdansky | Die Ballade vom Maul des Affen
Kurzfilm, 5:31 min
Über einen, dem es gelungen ist seinen Gedankenraum so zu vergrößern, dass er ihn betreten kann, genauso wie sein eigenes Wohnzimmer. Kluge wussten es immer schon, weniger Kluge ahnten es, und jene, die mit der Klugheit nichts zu tun haben, die bleiben auch nicht verschont, weil: „Schießen deine Gedanken ins Verrückte, dann wurdest du vom Affen gebissen. Und schluckt dich der Affe ganz und du bleibst in seinem Maul sitzen, dann kommst du aus deinen verrückten Gedanken nimmer mehr raus.“
Zum Video

Junges Forum – Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin | abgedreht – Freispiele 2021 als Filme
Einblicke in den Studiengang Zeitgenössische Puppenspielkunst (3. Studienjahr)
2021 ist der Wahnsinn komplett. Wem als Indiz dafür nicht reicht, dass der Kasper sein Theater neu eröffnet, während Oma ihren Kopf verliert, Eschen brennen, Gott nichts Besseres zu tun hat, als ein vor 6024 Jahren gescheitertes Projekt wieder aufzurollen, unsichtbare Sammlungen verkauft werden, anderswo blind ins Theater gegangen wird, man im Wein die Wahrheit zu finden versucht und die Angst als einzige Mitbewohnerin Bahn sich bricht, der mag sich die Freien Vordiplome im Streaming ansehen.
Zu den acht Videos

Viktoria Maier | #distance
Bildschirmduett, ohne Sprache
In Pandemiezeiten bekommen Kontakt und Distanz einen neuen Stellenwert. Die Performance #distance spielt mit den Auswirkungen eines Alltags der Isolation und seiner Wahrnehmung im Tanz. Zwei Tänzer:innen tanzen, je in einem eigenen Video, in einem eigenen Bildschirm. Erst beide Geräte / Videos schaffen den gemeinsamen Tanz, der mit dieser Barriere spielt. Je nachdem, wie Sie die beiden Abspielgeräte positionieren, kann eine eigene Perspektive gewonnen werden, eine neue Interpretation von Distanz hervorgebracht werden.
Zu den zwei Videos

Die Quadriga | Hinter Glas – die geheime Weisheit der zerbrechlichen Arten
Kurzfilm, 16:06 min
In ihrem ersten Filmexperiment, welches hier anstatt des ursprünglich geplanten Auftritts präsentiert wird, haben die Quadrigas ihrer Kamerafrau Antoscha Zugang zur Käferwelt gewährt und sie drei Tage lang nicht mehr rausgelassen. Entstanden sind erste bizarre Eindrücke von Wesen in einer besonderen Zeit, in der nichts gewiss ist. Nicht einmal, ob man noch Larve, schon Schmetterling oder immer noch Mensch ist.
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Staatstheater Nürnberg – inklusiver Jugendclub | rAusgehen!
Kurzfilm, 7:20 min
Mit viel Lust an der Verwandlung werden in dem Projekt des Jugendclubs des Staatstheaters Nürnberg Masken von einer ganz neuen Seite erforscht. Die Spieler:innen plündern den Kostümfundus, greifen in den Farbtopf und erfinden sich neu. In dem dreiteiligen Projekt – digitaler Workshop, Fotoshooting im leeren Theater und Choreografie im öffentlichen Raum – führt der Weg vom geschützten Innenraum ins Freie. Bunt, schillernd und voller Lebenslust wird der öffentliche Raum erobert. Endlich wieder „rAusgehen“!
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Theater Salz+Pfeffer | Puppen auf Urlaub
drei Videos, je ca. 20 min
Die Figuren aus dem Theater Salz+Pfeffer wollen etwas erleben – und da sie derzeit nicht auf die Bühne dürfen, werden sie in den verdienten Erholungsurlaub geschickt. Einige sind seit über 20 Jahren wohnhaft im Nürnberger Theater und nun sehr neugierig, was sie wohl da draußen erwartet. Vom 25. April bis 15. Mai wohnen die Ensemblemitglieder bei kontaktfreudigen Menschen aus der Region. Auf eine Ausschreibung hin haben sich „Gastfamilien“ gefunden, die bereit sind, den Puppen einen Tapetenwechsel zu verschaffen. Im Laufe des Urlaubs entstanden Videos, die die gemeinsamen Erfahrungen dokumentieren.
Zu den drei Videos

07.07.2021
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