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sonstige Artikel

Machbarkeitsstudie Autobahndeckel für die A73 in Erlangen

Montage Autobahndeckel

Die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Autobahntrasse der BAB A73 (Frankenschnellweg) teilt die Stadt Erlangen in zwei Hälften. Durch ihre in Teilbereichen historisch bedingte Hochlage (ehemaliger Ludwig-Donau-Main-Kanal) stellt sie nicht nur eine schwer überwindbare Barriere dar, die ganze Stadtteile voneinander trennt, sondern belastet mit Schallemissionen, Feinstaub und Stickstoffdioxid durch den stetig zunehmenden Verkehr die angrenzenden Wohngebiete in hohem Maße. Da die Autobahn geradlinig durch historisch gewachsene Siedlungsstrukturen verläuft, entstehen an den Schnittstellen zur Wohnbebauung Sackgassen und nicht nutzbare Restflächen. Wenngleich punktuell Querungsmöglichkeiten über die Autobahn vorhanden sind, gibt es erhebliches Potential in Bezug auf die Aufwertung und Verbesserung der Vernetzung.

Die Machbarkeitsstudie zur städtebaulichen und landschaftlichen Integration einer möglichen Einhausung der BAB 73 für den Abschnitt Tennenloher Straße bis Paul-Gossen-Straße aus dem Jahr 2019 greift diese Problemstellung auf und entwickelt Lösungsansätze für eine Verminderung der räumlichen Trennwirkung, für eine Verbesserung des Lärmschutzes und eine Aufwertung der städtischen Freiraumstruktur für die angrenzenden Wohngebiete. Die Grundlage dafür bilden zwei im Vorfeld untersuchte Varianten, die die BAB 73 auf dem Abschnitt zwischen Tennenloher Straße und Paul-Gossen-Straße mit einer Einhausung versehen, sowie eine dritte Variante, die die Verlängerung des Einhausungsbauwerkes über die Paul-Gossen-Straße nach Norden vorsieht.

In der Machbarkeitsstudie werden einerseits die Potentiale einer Autobahneinhausung für die Entwicklung Erlangens aus städtebaulich-freiraumplanerischer Perspektive aufgezeigt, andererseits die gestalterische und funktionale Einbindung des Einhausungsbauwerkes in seine Umgebung in den verschiedenen Varianten untersucht und gegenübergestellt.

Im Ergebnis wird die Idee eines grünen, vielseitig nutzbaren Autobahndeckels als attraktiver Freiraum herausgearbeitet.

Damit verbunden sind:

  • die Verbesserung der Wohn- und Lebenssituation entlang des Frankenschnellwegs durch Reduzierung der Lärmemission
  • die Entwicklung neuer Grün-und Freiflächen in Kombination mit Spiel- und Erholungsmöglichkeiten
  • eine großräumige „Stadtreparatur“ durch neue Wege und Verbindungen
  • die Identifizierung von potentiellen Wohnbauflächen
  • die Verknüpfung bestehender Landschafts- und Grünräume

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie wurden von Herrn Staatsminister Herrmann und Herrn Oberbürgermeister Dr. Janik gemeinsam mit Vertretern der Autobahndirektion Nordbayern im Mai 2019 vorgestellt.

10.09.2020
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