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Die Straße der Zukunft

Die Stadt der Zukunft ist ressourcenschonend, energieeffizient und weist eine hohe Lebensqualität auf. Aktuell sind Städte jedoch häufig geprägt durch Autoverkehr, hohe Lärm- und Schadstoffemissionen und Barrieren für den Fuß- und Radverkehr. Insbesondere öffentliche Straßenräume müssen hierfür nachhaltig gestaltet werden. Viele unserer Straßen sehen nicht nur alt aus, sie sind auch nicht mehr zukunftsfähig. Der Asphalt bröckelt, die Oberfläche ist rissig, Dellen und ganze Löcher lassen sie oft wie einen Flickenteppich aussehen. Doch der Erneuerungsbedarf deutscher Straßen bezieht sich nicht nur auf die Asphaltdecke. Straße symbolisiert neben Transitfunktion und Flächenversiegelung sehr häufig die Vorherrschaft des Automobils gegenüber anderen Verkehrsteilnehmenden wie Zufußgehenden, Fahrradfahrenden oder dem ÖPNV. Vor dem Hintergrund nachhaltiger und klimafreundlicher Stadt- und Verkehrsentwicklung ist daher jetzt der richtige Zeitpunkt, die Rolle der Straße neu zu überdenken.

Im Projekt soll die Zukunft des Straßenraums im Quartier an der Schnittstelle von Technologie­innovation, Flächenverteilung und Wirtschaftlichkeit untersucht werden. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die effiziente Nutzung und den schonenden Umgang mit den Ressourcen Fläche, Wasser, Luft und Baumaterialien gelegt. Die enge Zusammenarbeit von Partnern aus Forschung, Privatwirtschaft und öffentlichen Akteuren sowie die Einbeziehung einer erweiterten Projektgesellschaft, sollen einen interdisziplinären und ganzheitlichen Blick gewährleisten und möglichst weit übertragbare Ergebnisse erzielen.

Als Versuchsquartier in Erlangen fungiert der „Siemens Campus“, der zukünftig neben seiner Rolle als moderner Bürostandort auch der Stadtbevölkerung als öffentlich zugänglicher Stadtteil zur Verfügung stehen wird. Durch die Konzentration von Arbeitsplätzen und dem Umzug bestehender Siemens-Bereiche auf den Campus entsteht ein neues Mobilitätsverhalten, welches auch gesamtstädtische Auswirkungen haben wird. Das Mobilitätsverhalten der Verkehrsteilnehmenden verändert sich am stärksten bei einer örtlichen Veränderung wie einem neuen Wohnort oder Arbeitsplatz. In Erlangen bietet sich durch die räumliche Veränderung von mehreren 1.000 Mitarbeitenden der Firma Siemens die einmalige Chance, zeitgleich mit der Besiedelung des Siemens Campus direkt Einfluss auf das Mobilitätsverhalten zu nehmen. Aus diesem Grund liegt der Fokus in Erlangen auf möglichst nachhaltigen und integrierten Mobilitätslösungen in Zusammenhang mit der Entwicklung des Siemens Campus.

01.12.2020
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