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Weitere Informationen zu Testungen/Testtypen

Häufig gestellte Fragen und Antworten

Je nach Situation kommen verschiedene Tests zum Einsatz: PCR-Test, Antigentest oder Antikörpertest. Die Testzentren in Erlangen bieten unterschiedliche Tests an. Bitte informieren Sie sich vorab, welcher Test und demzufolge welches Testzentrum für Sie in Frage kommt. Wenn Sie Symptome haben, wenden Sie sich bitte immer zuerst an Ihren Hausarzt.

Was ist ein PCR-Test?
Sogenannte PCR-Tests haben eine relativ hohe Aussagekraft, das Ergebnis liegt allerdings erst nach 24 bis 48 Stunden vor. Mit dem PCR-Test wird Erbsubstanz des Virus nachgewiesen. Hierzu wird mit einem Abstrich von der Hinterwand des Rachens Material entnommen. Im Labor wird die in der Probe enthaltene Erbsubstanz des Virus solange kopiert, bis sie nachweisbar ist.

Der Ct-Wert gibt an, wie viele Kopiervorgänge notwendig waren, bis Erbsubstanz des Virus nachgewiesen werden konnte. Ein hoher Ct-Wert zeigt, dass in der Probe wenige Viren enthalten waren. Liegt der Ct-Wert unter 30, waren viele Viren in der Probe enthalten.

Wird eine Person mit dem Virus neu infiziert, so gelangen Viren in den Rachen, die sich dort vermehren und von dort in tiefere Regionen wandern. Die Zahl der Viren beginnt erst dann wieder abzunehmen, wenn die Abwehr der infizierten Person gelernt hat, die Viren zu vernichten. Der Ct-Wert ist damit am Anfang einer Infektion hoch, fällt während der hoch infektiösen Phase ab und steigt später wieder an. Ein hoher Ct-Wert ist damit am Anfang und am Ende einer Infektion möglich.

Der PCR-Test ist sehr empfindlich (sensitiv). Das heißt, er kann bereits eine geringe Konzentration an Viren oder Trümmern von Viren nachweisen. Der Test arbeitet mit molekularbiologischen Methoden, die nur in spezialisierten Laboratorien durchgeführt werden. Er ist sehr aufwändig und dauert mehrere Stunden. Inzwischen gibt es auch mutationsspezifische PCR-Tests, die bestimmte Mutationen nachweisen können.

Was ist ein Antigentest (Schnelltest)
Mit dem Antigentest werden Eiweißkörper von der Oberfläche des Virus bestimmt. Die Probe wird wie beim PCR-Test mittels Abstrich von der Hinterwand des Rachens gewonnen. Mit dem Antigentest können Viren erst ab einer höheren Konzentration nachgewiesen werden. Ein negativer Antigentest ist damit weniger zuverlässig.

Sein Vorteil besteht aber darin, dass er viel schneller als der PCR-Test ein Ergebnis liefert und außerhalb von spezialisierten Laboratorien durchgeführt werden kann. Das Ergebnis eines Antigentests liegt bereits nach wenigen Minuten vor. Deshalb wird der Antigentest auch oft als „Schnelltest“ bezeichnet. Positive Befunde müssen immer mit einem zusätzlichen PCR-Test kontrolliert werden. Die Schnelltests können außerdem nicht zwischen Virusvarianten (Muta-tionen) unterscheiden.

Was ist ein Antikörpertest?
Neben PCR-und Antigen-Tests gibt es auch noch einen Antikörpertest. Er kommt dann zum Einsatz, wenn herausgefunden werden soll, ob eine Person bereits mit dem Corona-Virus infiziert war. Dazu werden Bausteine der körpereigenen Abwehr eines Menschen nachgewiesen. Hierzu wird Blut abgenommen, das im Labor untersucht wird. Antikörper können erst dann gefunden werden, wenn die körpereigene Abwehr gelernt hat, das Virus abzuwehren. Nach einer überstandenen Infektion werden keine Antikörper mehr gebildet. So wie es derzeit aussieht, sind sie nach einigen Monaten nicht mehr im Blut nachweisbar.

Mehr Informationen gibt es online auf der Seite des Bundesministeriums für Gesundheit und des Bayerischen Gesundheitsministeriums.

 

11.05.2021
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