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Weiterführende Informationen

Tiefbauamt Parkscheinautomaten

Historisches

Von der Parkuhr zum Parkscheinautomaten

Vor 70 Jahren, am 16. Juli 1935 wurde in Oklahoma City die erste Parkuhr der Welt, die „Schwarze Maria“ aufgestellt, die sich der Amerikaner Carl C. Magee ausgedacht hatte. Magee wollte ein Problem in seiner Wahlheimat Oklahoma City lösen. Überall hatten sich Autos breit gemacht. Die Geschäftsleute der Innenstadt blockierten den Platz meist den ganzen Tag mit ihren Fahrzeugen. Magee suchte nach einem kleinen, stabilen Gerät, mit dem die Stadt Parkzeiten begrenzen und Geld verdienen konnte.

Am 4. Januar 1954 wurde die erste Parkuhr in Deutschland, nämlich in Duisburg aufgestellt.

Am 23.10.1957 kam nun die Parkuhr auch nach Erlangen.

Parkuhr

Mit der Überschrift: „Seit heute Groschengräber“ berichteten die Erlanger Nachrichten über die Aufstellung der ersten Parkuhren:

„Das Parken auf dem Hugenottenplatz und auf der östlichen Fahrbahnseite der Hauptstraße wird kostspielig. Gestern Abend sind 60 Parkuhren aufgestellt worden, die bereits heute in Betrieb sind.

Die Monteure haben ein „Mordstempo“ vorgelegt. Innerhalb von wenigen Stunden waren die 60 „Groschengräber“ aufgestellt. Allerdings hat ihnen das Stadtbauamt die Sache auch leicht gemacht. Die Fundamente der Parkuhren waren bereits vor einiger Zeit einzementiert worden. Man brauchte gestern also nur noch die „Groschengräber“ auf die aus dem Boden ragenden Gewinde aufzuschrauben.

Bei den Erlanger Parkuhren handelt es sich um das Neueste vom Neuen. Sie können mit Fünf- und mit Zehn-Pfennig-Stücken „gefüttert“ werden. Eine Viertelstunde parken kostet fünf Pfennig, eine halbe Stunde zehn Pfennig und eine volle Stunde dementsprechend 20 Pfennig. Durch die neuartige Unterteilung kann man also auch eine Dreiviertelstunde für 15 Pfennig parken.

Wirft man die Geldstücke ein, dann schnellt ein grüner Zeiger auf der Skala je nach der Höhe des eingeworfenen Betrages auf die 15-, 30-, 45-, oder 60-Minuten-Marke. Von dort läuft er langsam, durch ein Uhrwerk angetrieben, wieder auf Null zurück. Jenseits der Null-Marke befindet sich auf der Skala ein rotgestricheltes Feld mit Minuten-Einteilung. Dadurch will man den Polizeibeamten die Kontrolle erleichtern: auf den ersten Blick können sie feststellen, wie lange die erlaubte Parkzeit überschritten worden ist.

Die Geldkassetten werden voraussichtlich jede Woche entleert; dabei werden gleichzeitig die Parkuhren aufgezogen. Denn sie laufen nicht elektrisch, sondern mit mechanischen Uhrwerken.

Noch etwas ist interessant: an jeder Uhr befindet sich ein automatischer Geldzähler, der jede eingeworfene Münze registriert. In Zukunft wird also jeder Passant sehen, wie viel Geld jede einzelne Parkuhr der Stadt eingebracht hat.“

Im Laufe der Jahre erhöhte sich die Zahl der Parkuhren in Erlangen auf fast 400. Mit Einführung der Parkscheinautomaten wurden die Parkuhren sukzessive ausgetauscht. Die letzten Parkuhren wurden 2005 am Bahnhofplatz abgebaut. Heute stehen in Erlangen ca. 100 Parkscheinautomaten. Der erste wurde 1977 in der Henkestraße montiert.

Parkscheinautomat

Zur ordnungsgemäßen Abwicklung der Parkraumbewirtschaftung ist das Tiefbauamt mit der Aufstellung und Unterhaltung von Parkscheinautomaten beauftragt.

15.09.2010
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