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Weiterführende Informationen

Wann ist eine Baugenehmigung erforderlich

Der Art. 57 der Bayerischen Bauordnung regelt abschließend, welche Bauvorhaben verfahrensfrei sind. Dies bedeutet aber auch, dass alle Vorhaben, die nicht in diesem Katalog aufgeführt sind, einer Baugenehmigung bedürfen oder ggf. im Genehmigungsfreistellungsverfahren zu behandeln sind.
Auch für verfahrensfreie Vorhaben gelten die sonstigen öffentlich-rechtlichen Vorschriften, wie z.B. Brandschutzvorschriften, Abstandsflächenrecht oder Planungsrecht.
Zudem ist es möglich, dass Festsetzungen eines Bebauungsplanes oder sonstige Vorschriften dem Bauvorhaben entgegenstehen. Hierzu ist ein Antrag auf Befreiung vom Bebauungsplan trotz Verfahrensfreiheit erforderlich (sog. "Isolierter Befreiungsantrag" - siehe "Downloads).
Hat der Bauherr Zweifel, ob er sein Vorhaben ohne Baugenehmigung ausführen darf oder der Bebauungsplan entgegensteht, sollte er sich vorher beim Bauaufsichtsamt erkundigen.

Verfahrensfrei sind - neben vielen anderen Fällen - zum Beispiel die Errichtung und Änderung von:

  • Gebäuden mit einem umbauten Raum bis 75 m³, außer im Außenbereich. Achtung: Hier ist der Bebauungsplan, Abstandsflächenrecht und Brandschutz zu beachten.
  • Garagen und überdachten Stellplätzen an der Grundstücksgrenze mit einer mittleren Wandhöhe von 3,0 m an der Grenze und einer max. Länge an der Grenze von 9,0 m (vgl. Art. 6 Abs. 9 BayBO). Insgesamt darf eine Grenzbebauung aber nicht länger als 15 m sein. Das Gebäude darf sich nicht im Außenbereich befinden.
    Hinweis: Im Einzelfall kann der Bebauungsplan dem Vorhaben entgegenstehen.
  • Freistehenden Gebäuden ohne Feuerungsanlagen, die einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb dienen, nur eingeschossig und nicht unterkellert sind, höchstens 100 m² Grundfläche und höchstens 140 m² überdachte Fläche haben, und nur zur Unterbringung von Sachen oder zum vorrübergehenden Schutz von Tieren bestimmt sind.
    Achtung: Eine Hobbytierhaltung ist noch kein landwirtschaftlicher Betrieb.
  • Mauern und Einfriedungen bis zu einer Höhe von 2 m. Hinweis: Dies gilt nur wenn keine andere Regelung in einem Bebauungsplan existiert.
  • Sichtschutzzäunen und Terrassentrennwänden zwischen Doppelhäusern und den Gebäuden von Hausgruppen bis zu einer Höhe von 2,00 m und einer Tiefe von 4,00 m.


25.08.2010
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