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Weiterführende Informationen

Abfallcontainerstellplätze an Wohnhäusern

Hausverwaltungen als Partner der Stadtverwaltung

Gestaltung der Containerstellplätze

An jedem Wohnhaus in Erlangen stehen verschiedenfarbige und teilweise unterschiedlich große Gefäße zur Sammlung der Abfälle und Wertstoffe. Die Gestaltung und Pflege der Stellplätze für diese Gefäße sind Sache des Grundstückseigentümers oder des beauftragten Hausverwalters. Wenn Sie als Bewohner Änderungswünsche und Verbesserungsvorschläge haben, sollten diese also zunächst dort vorbegracht werden.

Abfallgebührenstruktur und Motivation zur Mülltrennung

Ein Hinweis auf den Zusammenhang zwischen Mülltrennung und Höhe der Nebenkosten kann zur Motivation für eine ordnungsgemäße Mülltrennung genutzt werden. Die Wertstoffbehälter für Papier, Bioabfall und Leichtverpackungen werden - solange es in einem plausiblen Verhältnis zum Restmüllvolumen ist und die Mülltrennung gut gemacht wird - bedarfsgerecht ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung gestellt.

Ein ausdifferenziertes Sammelsystem wie es in Erlangen existiert, ist auf eine zuverlässige Mitwirkung seiner Nutzer angewiesen. Nur wenn die Bürgerinnen und Bürger bei der Mülltrennung so mitmachen, wie es das Abfallwirtschaftssystem vorsieht, kann es zu einem für alle zufriedenstellenden Ergebnis kommen. Die Bürgerinnen und Bürger müssen über alle notwendigen Informationen verfügen und ihr Verhalten an den Vorgaben orientieren. Den Gebührenpflichtigen – das sind die Hausbesitzer bzw. die von diesen beauftragten Hausverwaltungen – kommt hierbei eine wichtige Rolle zu. Sie müssen nicht nur die Stellplätze vorhalten, ggf. gestalten und die jeweils benötigten Behältnisse dem Bedarf angepasst bestellen, sowie die Bewohner darüber informieren, sondern auch reagieren, wenn es zu Fehlentwicklungen kommt. Die Anzahl der jeweils benötigten Container an einem Mehrfamilienhaus hängt nicht nur von der Menge der zu entsorgenden Abfälle ab, sondern auch von der Bereitschaft der Bewohner zur Mülltrennung. Die notwendigen Umbestellungen müssen von der Hausverwaltung in Auftrag gegeben werden.

Worauf kommt es bei Stellplätzen an Mehrfmailienhäusern an?

Zuordenbarkeit

Es sollte klar erkennbar sein, zu welchem Gebäude ein Stellplatz gehört. Das alleine genügt oft schon, um eine optische Barriere zu schaffen, die deutlich signalisiert, dass nur die Bewohner hier ihren Abfall entsorgen dürfen. Gegebenenfalls kann ein Schild unterstützend wirken.

Containerstellplatz BetonboxenBetonboxen, wie sie in den 70er und zum Teil noch in den 80er Jahren gebräuchlich waren, die lediglich für eine Sorte Mülltonne konstruiert sind, entsprechen nicht mehr dem heutigen Standard. Wenn Container und Tonnen in verschiedenen Farben einfach neben solche Betonboxen gestellt werden – wie es bis heute an einigen Stellen im Stadtgebiet zu beobachten ist – läßt sich leicht voraussehen, dass die so gesammelten Abfallfraktionen nicht die angestrebte Qualität (Ausnahmen bestätigen die Regel!) erreichen werden. Seit einigen Jahren wird den Hausverwaltungen in Beratungsgesprächen nahegelegt, die Abfallcontainerstandorte systemgerecht zu gestalten.

Ggf. Umrahmung und Absperrbarkeit

Bewohner von Mehrfamilienhäusern berichten bei Problemen häufig, dass "Fremde" für Fehlbefüllungen oder Ablagerungen neben den Containern verantwortlich sind. Ein Sichtschutz kann in solchen Fällen Abhilfe schaffen, wenn an öffentlichen Wegen Passanten verleitet werden, Abfälle in private Abfallgefäße zu entsorgen. Gegen bewußte Mitbenutzung fremder Mülltonnen (zum Beispiel um eigenes Restmüllvolumen zu schonen) hilft ein Sichtschutz jedoch nur eingeschränkt. In solchen Fällen kann es hilfreich sein, wenn der Containerstellplatz absperrbar ist.  Neben einem für die Bewohner schließbaren Schloß muß dann immer auch ein Schließmechanismus für einen Mülltonnendreikant eingebaut werden.

Ein gelungenes Beispiel für einen neu gestalteten Containerstellplatz an einem Mehrfamilienhaus im vorher-nachher-Vergleich zeigt dieses Bild:

Entsorgungsplatz vorher nachher

Die Pflege von Stellplätzen bei Privathäusern

Wenn ein Prozeß sichtbarer Verwahrlosung an einem Containerstandort erst einmal begonnen hat, ist das erfahrungsgemäß der Beginn einer Entwicklung in eine wenig erfreuliche Richtung. Deshalb muss die verantwortliche Hausverwaltung sehr schnell reagieren. Die Hemmschwelle, Abfälle neben Containern abzulagern, ist für eine Person aller Erfahrung nach umso niedriger, je verwahrloster sie einen Müllplatz vorfindet. Herumliegende gelbe Säcke werden so zum Beispiel schnell Quelle für weitere Ablagerungen. Wenn sich unter den Bewohnern eines Mehrfamilienhauses niemand bereit findet, bei Bedarf den Standort zu kehren und daneben liegende Abfälle in die Container zu füllen, muss eine Reinigungsfirma beauftragt werden. Die damit verbundene Erhöhung der Nebenkosten sollte den Bewohnern zeitnah mitgeteilt und die Gründe erklärt werden.

Beobachtung der Entwicklung vor Ort und mögliche Maßnahmen bei Problemen

Nur Personen, die sich regelmäßig vor Ort befinden, kennen die tatsächlichen Zustände an einem Standort und sind in der Lage, zu entscheiden, welche Maßnahmen bei unerwünschten Entwicklungen notwendig sind. Die kommunale Abfallberatung kann Hinweise geben, was zu einer Verbesserung der Situation führt und was nicht,  letztlich sind es aber die Verantwortlichen in den Hausverwaltungen, die Entscheidungen treffen müssen. Wie bereits ausgeführt, kann der Auftrag einer regelmäßigen Reinigung eines Stellplatzes durch eine Firma notwendig werden. Wenn das Verhalten der Nutzer des Systems zu einer Verschmutzung der Sammelstellen führt und Fehleinwürfe überhand nehmen, kann es aber auch notwendig werden, die Zahl der Restmüllbehälter und ihre Größe dem Bedarf anzupassen – mit den bereits beschriebenen Folgen für die Nebenkosten. In solchen Fällen ist es nötig, die Ursachen für eine Veränderung der Nebenkosten den Bewohnern des Hauses deutlich mitzuteilen.

Gründe für eine vermeidbare Kostenerhöhung müssen den Bewohnern mitgeteilt werden

  • Der Zusammenhang zwischen Kosten und Verhalten der Bewohner muß klar und deutlich erklärt werden. Die häufigsten Ursachen für höhere Kosten als nötig sindhäufigere Reinigung der Stellplätze durch eine externe Reinigungsfirma, oder
  • zusätzlich nötige Restmüllbehälter, wenn die Mülltrennung nicht funktioniert.

Wenn sich die Situation nach einer gewissen Zeit positiv verändert (auch das kann nur ein Bewohner oder ein Vertreter der Hausverwaltung, der häufiger vor Ort ist, beurteilen), muß z.B. durch eine Verlängerung des Intervalls bei den Reinigungen oder Verkleinerung des Restmüllvolumens reagiert werden. Das wiederum hat jeweils positiven Auswirkungen auf die Nebenkosten. Auch darüber sollten die Bewohner zeitnah informiert werden.

Ziel ist in jedem Einzelfall eine gute partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Bürgerinnen und Bürgern, der jeweiligen Hausverwaltung und der Stadtverwaltung sowie den beteiligten Entsorgungsunternehmen. Wenn das gelingt, können auch die Kosten für alle Beteiligten minimiert werden. Die kommunale Abfallberatung versteht sich bei diesem Prozess als Vermittler zwischen allen Beteiligten, um in jedem Einzelfall die beste Lösung zu finden im Sinne des Gemeinwohls und des Stadtbildes, um das Erlanger System einer ökologischen Abfallwirtschaft auf dem eingeschlagenen Weg weiter voran zu bringen.

08.04.2015
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