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Studie bestätigt Erfolg der Erlanger eGovernment-Strategie

Erstmals in Deutschland ist jetzt in einer wissenschaftlichen Studie die Wirtschaftlichkeit von eGovernment bei einer deutschen Großstadt untersucht worden. Für Erlangen analysierten die Mitarbeiter des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Shota Okujava und Rostislav Markov, Kosten und Nutzen des eGovernment-Portals der Stadtverwaltung.

Die Ergebnisse der Studie wurden am Montag, 24. April im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. Als Gesprächspartner standen neben Oberbürgermeister Siegfried Balleis und dem Leiter des Erlanger eGovernment-Centers, Gerhard Matuschke, die beiden Verfasser der Studie zur Verfügung.

Noch bevor im Jahr 1999 die Stadt Erlangen zusammen mit den Städten in der Region den hochdotierten Wettbewerb des Bundeswirtschaftsministeriums MEDIA@Komm mit den zwei weiteren Siegern (Bremen und Esslingen) gewonnen hatte, hat Oberbürgermeister Dr. Siegfried Balleis das Thema eGovernment in Erlangen zur Chefsache erklärt.

Mit eGovernment sollte der Bürgerservice deutlich erhöht und die Verwaltung an 24 Stunden jeden Tag in der Woche geöffnet sein. Um das zu erreichen wurde zunächst mit externer Unterstützung ein eGovernment-Masterplan erstellt.

Das im Jahr 2002 unter der Leitung von Herrn Gerhard Matuschke gegründete eGovernment-Center hatte den Auftrag, bis Ende 2005 möglichst alle Dienstleistungen der Stadt im Internet zur Verfügung zu stellen.

Für das Projekt wurden zunächst Kosten von insgesamt mehr als 10 Mio. EUR geplant. Durch Einsparungen von Prozesskosten sollten sich diese bis zum Jahr 2009 wieder refinanzieren.

Im Januar 2006 hat der Leiter des eGovernment-Centers dem Stadtrat Vollzug gemeldet.

Wie eine parallel zum Ende des Projekts erstellte wissenschaftliche Studie belegt, konnte das ehrgeizige Programm mit wesentlich weniger Aufwand - nur ca. 6 satt 10 Mio. EUR- erstellt werden. Der ursprünglich angenommene jährliche Nutzen liegt dagegen nach wissenschaftlichen Studie nicht bei durchschnittlich 1,3 Mio EUR wie im Masterplan angenommen, sondern um die 750.000 EUR jährlich.

Nachdem der im ursprünglichen Konzept im Jahr 2002 geplante Nutzen und die entsprechenden Nutzerzahlen nicht eingetreten sind, hat es sich als sehr vorausschauend erwiesen, im eGovernment-Center ein striktes Projektcontrolling einzusetzen und rechtzeitig umzuplanen. Es wurden sozusagen da und dort kleinere Brötchen gebacken und unrentable Investitionen gestrichen.

Dadurch konnte ein günstiges Kosten/Nutzenverhältnis erreicht werden und das eGovernment-Programm machte sich bezahlt. Wie die Studie belegt, tritt die Gesamtwirtschaftlichkeit des Projekts bereits im Jahr 2008 anstatt wie ursprünglich geplant erst im 2009 ein.

Wer die Fülle der städtischen Dienstleistungen von A (wie Abfuhrkalender) bis Z (wie Zimmerreservierung) nutzen möchte, kann diese unter Stadtverwaltung/eDienste finden.

Wir stellen Ihnen auch gerne die gesammte Studie zur Verfügung, weiter unten finden Sie einen Auszug zum Herunterladen.

Ihre Fragen zum Konzept und zur Umsetzung richten Sie am besten an das eGovernment oder direkt an Herrn Matuschke.

14.05.2010
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